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Lomi Lomi Nui: Der Weg zur Tiefenentspannung zu Hause

Eine Behandlung mit Lomi Lomi Nui dauert in der Standardform 60 bis 90 Minuten. Sie ist damit deutlich länger als eine klassische Teilmassage. Der zeitliche Umfang ist erforderlich, weil die hawaiianische Massage nicht nur einzelne Muskelgruppen bearbeitet.

Aktualisiert31. August 2026
Lesezeit13 Min. Lesezeit
Lomi Lomi Nui: Der Weg zur Tiefenentspannung zu Hause

Der Therapeut arbeitet großflächig mit Händen, Unterarmen und teilweise den Ellenbogen. Die Bewegungen verlaufen rhythmisch und über längere Körperabschnitte.

Die Frage nach der Lomi Lomi Nui Wirkung bei Stressabbau lässt sich sachlich beantworten: Die Methode zielt auf Entspannung, eine subjektive Reduktion von Muskelspannung und eine bessere Körperwahrnehmung. Sie ist eine Wellness- und Präventionsanwendung. Sie behandelt keine Erkrankung und ersetzt weder ärztliche Diagnostik noch verordnete Physiotherapie.

Was Lomi Lomi Nui von einer klassischen Massage unterscheidet

Der Begriff Lomi stammt aus dem Hawaiischen und wird mit kneten oder reiben übersetzt. Nui steht für groß, wichtig oder einzigartig. Die Bezeichnung verweist damit auf eine großflächige und intensive Form der Körperarbeit.

Bei einer klassischen Rückenmassage konzentriert sich der Therapeut häufig auf begrenzte Muskelgruppen. Die Behandlung wird nach einem klar abgegrenzten Körperbereich benannt. Bei Lomi Lomi Nui ist der Ablauf weiter gefasst. Der Therapeut verbindet lange Streichungen, Knetungen, Drucktechniken und Dehnungen. Dabei werden nicht nur die Hände eingesetzt. Die Unterarme ermöglichen einen gleichmäßigen Druck über große Flächen. Die Ellenbogen kommen je nach Ausbildung, Konzept und Absprache ergänzend zum Einsatz.

Die Behandlung wird traditionell mit reichlich warmem Öl durchgeführt. Dadurch können die Hände und Unterarme ohne ruckartige Unterbrechung über die Haut gleiten. Das erklärt den für Lomi Lomi typischen fließenden Charakter. Die Druckintensität kann dennoch deutlich sein. Eine fließende Bewegung ist nicht automatisch eine oberflächliche Bewegung.

Der klassische Ablauf beginnt meist mit der Körperrückseite. Anschließend wird die Vorderseite behandelt. In traditionellen Deutungen steht die Rückseite für die Vergangenheit und die Vorderseite für den weiteren Weg. Für eine moderne Wellnesspraxis ist diese symbolische Ebene jedoch nicht zwingend erforderlich. Entscheidend sind eine nachvollziehbare Aufklärung, die Einwilligung des Kunden und ein fachlich kontrollierter Ablauf.

Lomi Lomi Nui ist keine einzelne Grifftechnik, sondern ein zusammenhängendes Behandlungskonzept mit langen Bewegungen, Öl und einer deutlich längeren Behandlungszeit.

Lomi Lomi Nui Wirkung bei Stressabbau: Was realistisch ist

Stress zeigt sich nicht ausschließlich als psychisches Empfinden. Viele Menschen reagieren mit dauerhaft erhöhter Muskelspannung. Häufig betroffen sind Schultergürtel, Nacken, Rücken, Gesäß und Kiefer. Hinzu kommen eine flache Atmung, eine unruhige Körperwahrnehmung und Schwierigkeiten, nach beruflicher oder familiärer Belastung in eine Ruhephase zu wechseln.

Eine Wellnessmassage kann in diesem Zusammenhang mehrere Entspannungsfaktoren verbinden:

  • Der gleichmäßige Kontakt erleichtert die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers.
  • Die langen Streichungen reduzieren den häufigen Wechsel zwischen einzelnen Reizen.
  • Wärme, Öl und eine ruhige Umgebung unterstützen den Übergang aus einer dauerhaften Aktivierung in eine Ruhephase.
  • Die Bearbeitung großer Muskelbereiche kann als entlastend und entspannend empfunden werden.
  • Dehnungen können vorübergehend das Gefühl von Beweglichkeit und körperlicher Weite verbessern.

Die Wirkung ist individuell. Sie hängt unter anderem vom Ausgangszustand, von der Druckintensität, von der Dauer und von der Fähigkeit ab, während der Behandlung tatsächlich zur Ruhe zu kommen. Eine Massage kann eine Entspannungsreaktion fördern. Sie kann aber keine chronische Überlastung im Alltag ausgleichen, wenn Schlafmangel, hoher Arbeitsdruck oder fehlende Pausen unverändert bestehen bleiben.

Auch eine medizinische Aussage zur Senkung von Stresshormonen lässt sich für Lomi Lomi Nui nicht pauschal treffen. Eine spezifische quantitative Senkung des Cortisolspiegels durch diese Methode ist nicht standardisiert belegt. Seriös ist deshalb die Beschreibung als Anwendung zur Entspannung und Stressbewältigung. Nicht seriös wäre die Zusage, mit einer bestimmten Anzahl von Behandlungen ein Burnout oder eine psychische Erkrankung zu verhindern.

Entspannung ist nicht dasselbe wie Schmerztherapie

Bei muskulären Beschwerden wird häufig angenommen, eine intensive Wellnessmassage müsse besonders wirksam sein. Das ist zu kurz gegriffen. Schmerz kann durch Muskelspannung beeinflusst werden. Er kann aber ebenso durch Gelenkprobleme, Nervenreizungen, entzündliche Prozesse oder andere Ursachen entstehen.

Der Therapeut einer Wellnessmassage sollte daher nicht versprechen, eine bestimmte Schmerzursache zu beseitigen. Bei neu auftretenden, starken oder ausstrahlenden Schmerzen ist zunächst eine medizinische Abklärung erforderlich. Das gilt insbesondere bei Taubheitsgefühlen, Kraftverlust, Fieber, deutlichen Schwellungen oder Beschwerden nach einem Unfall.

Lomi Lomi Nui kann im geeigneten Rahmen eine ergänzende Wellnessanwendung sein. Sie ist jedoch keine Position aus dem Heilmittelkatalog. Wird physiotherapeutische Behandlung auf Grundlage einer vertragsärztlichen Verordnung benötigt, muss die Praxis die verordnete Heilmitteltherapie durchführen. Eine Wellnessmassage darf nicht als Ersatzleistung dargestellt werden.

Der Ablauf einer hawaiianischen Massage

Ein fachlich sauberer Ablauf beginnt nicht mit dem ersten Griff. Vor jeder Behandlung muss geklärt werden, ob die Anwendung grundsätzlich vertretbar ist. Dafür reicht ein kurzes Gespräch. Der Therapeut sollte nach aktuellen Beschwerden, relevanten Vorerkrankungen, Medikamenten und besonderen Lebenssituationen fragen.

Anschließend werden die Rahmenbedingungen festgelegt. Dazu gehören:

  • Behandlungsdauer und Preis;
  • verwendetes Öl und mögliche Allergien;
  • gewünschte oder nicht gewünschte Körperbereiche;
  • zulässige Druckintensität;
  • Umgang mit Unterbrechungen und Rückmeldungen;
  • hygienische Bedingungen bei der Behandlung zu Hause;
  • Abbruch der Anwendung bei Unwohlsein.

Die übliche Behandlungsdauer liegt bei 60 bis 90 Minuten. Erweiterte oder zeremonielle Formen können bis zu 120 Minuten oder in einzelnen Konzepten bis zu drei Stunden dauern. Eine längere Dauer ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal. Sie muss inhaltlich begründet sein und vorab vereinbart werden.

Typische Behandlungsphasen

Der Ablauf kann je nach Anbieter variieren. Eine nachvollziehbare Struktur besteht häufig aus mehreren aufeinanderfolgenden Phasen:

1. Vorgespräch und Kontraindikationsprüfung

Der Therapeut klärt Gesundheitszustand, Ziel der Anwendung, Druckwünsche und organisatorische Fragen. Bei relevanten Risiken wird die Behandlung verschoben oder ärztlicher Rat eingeholt.

2. Vorbereitung der Liege und des Raums

Für die Behandlung zu Hause wird eine stabile, ausreichend breite Liege benötigt. Der Raum sollte warm genug sein. Öl, Handtücher und eine Möglichkeit zum sicheren Umkleiden müssen vorbereitet werden.

3. Behandlung der Körperrückseite

Der Therapeut beginnt häufig mit Rücken, Beinen und Gesäß. Die Bewegungen verlaufen über größere Flächen. Der Druck wird laufend an die Rückmeldung des Kunden angepasst.

4. Behandlung der Körpervorderseite

Danach folgen je nach Vereinbarung Beine, Arme, Bauchbereich, Brustkorb oder Schultergürtel. Intime Körperbereiche sind ausgeschlossen. Eine professionelle Praxis arbeitet hier mit klaren Abdeckungs- und Einwilligungsregeln.

5. Ruhige Abschlussphase

Nach den intensiveren Streichungen sollte kein abruptes Aufstehen erfolgen. Der Kreislauf benötigt einen kurzen Übergang. Der Kunde sollte ausreichend Zeit haben, sich zu orientieren und Wasser zu trinken.

Nicht jede Lomi-Lomi-Praxis verwendet dieselbe Reihenfolge. Das ist grundsätzlich kein Mangel. Entscheidend ist, dass der Ablauf vorher erklärt wird und der Kunde jederzeit Änderungen verlangen oder die Behandlung beenden kann.

Lomi Lomi Massage zu Hause: Was organisatorisch erforderlich ist

Eine mobile Wellnessmassage unterscheidet sich nicht nur durch den Ort von einer Behandlung in der Praxis. Der Therapeut muss die gesamte Infrastruktur mitbringen oder die Voraussetzungen des Haushalts vorab klären. Das betrifft Liege, Textilien, Öl, Desinfektionsmittel und gegebenenfalls zusätzliche Unterlagen.

Für die mobile Anwendung in München sollte der Kunde vor der Terminvereinbarung folgende Punkte klären:

  • Bringt der Therapeut eine eigene Massageliege mit?
  • Wie viel Platz wird neben und am Kopfende der Liege benötigt?
  • Wird auf dem Boden, auf einer Liege oder auf einem vorhandenen Möbel behandelt?
  • Welche Textilien stellt die Praxis?
  • Wird das Öl nach der Behandlung vollständig entfernt oder muss der Kunde duschen?
  • Wie wird mit Anfahrt, Parkplatzsuche und möglichen Verspätungen umgegangen?
  • Ist die Behandlung bei eingeschränkter Mobilität des Kunden praktisch durchführbar?
  • Welche Stornierungsfrist gilt?

Eine Behandlung auf einem zu niedrigen Bett ist fachlich und ergonomisch problematisch. Der Therapeut kann den Druck dann oft nicht kontrolliert ausüben. Zusätzlich steigt die körperliche Belastung für die ausführende Person. Eine mobile Praxis sollte deshalb nicht jede Wohnsituation ohne vorherige Prüfung akzeptieren.

Auch die Raumtemperatur ist relevant. Während der Behandlung liegt der Kunde über längere Zeit teilweise unbedeckt. Ein zu kühler Raum kann den Entspannungseffekt beeinträchtigen und zu unwillkürlicher Muskelanspannung führen. Ein warmer Raum allein genügt aber nicht. Die Liege muss stabil stehen, der Boden darf keine Stolperstellen aufweisen und der Zugang muss für den Therapeuten sicher sein.

Abrechnung und Kostenträger

Lomi Lomi Nui ist im Wellnessbereich grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung. Sie ist keine regelhafte Heilmittelposition nach dem Heilmittelkatalog und wird nicht wie Krankengymnastik, manuelle Therapie oder klassische Massagetherapie auf einer vertragsärztlichen Heilmittelverordnung abgerechnet.

Für die Praxisleitung ist die Leistungsbeschreibung deshalb eindeutig zu halten. Eine Wellnessmassage darf nicht als physiotherapeutische Heilbehandlung bezeichnet werden, wenn keine entsprechende Verordnung und keine dafür passende Behandlung vorliegt. Das betrifft auch Rechnungen, Quittungen und Werbeaussagen.

Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung im vertragsärztlichen Sinn ist bei einer privat bezahlten Wellnessanwendung nicht der zentrale Prüfmaßstab. Entscheidend sind vielmehr eine transparente Preisangabe, eine korrekte Leistungsbezeichnung und die klare Trennung zwischen Wellness, Prävention und medizinischer Therapie.

Bei privaten Versicherungen oder Zusatzversicherungen kann es unterschiedliche Vertragsbedingungen geben. Eine allgemeine Erstattung lässt sich daraus nicht ableiten. Der Kunde muss die Kostenübernahme vor der Behandlung mit seinem Versicherer klären. Die Praxis sollte keine Erstattung zusagen, die sie nicht verbindlich belegen kann.

Kontraindikationen: Wann Lomi Lomi Nui nicht ohne Rücksprache stattfinden sollte

Eine intensive Massage belastet Haut, Muskulatur und Kreislauf. Bei bestimmten Zuständen ist sie deshalb nicht geeignet oder nur nach ärztlicher Rücksprache vertretbar.

Zu den relevanten Kontraindikationen gehören:

  • akute Entzündungen;
  • Fieber und akute Infekte;
  • Thrombosen;
  • infektiöse Hautprobleme;
  • Schwangerschaft ohne vorherige medizinische Rücksprache;
  • offene Wunden, nicht abgeheilte Verletzungen oder frische Operationen;
  • unklare starke Schmerzen;
  • deutliche Kreislaufprobleme.

Bei einer bekannten Thrombose darf keine Massage erfolgen. Mechanischer Druck kann in dieser Situation ein erhebliches Risiko darstellen. Auch bei Fieber oder einem akuten Infekt ist die Behandlung zu verschieben. Der Körper befindet sich dann bereits in einer Belastungssituation.

Bei Hautproblemen muss unterschieden werden. Eine nicht infektiöse, lokal begrenzte Hautveränderung kann möglicherweise ausgespart werden. Bei ansteckenden oder entzündlichen Hauterkrankungen ist eine Wellnessmassage dagegen nicht angezeigt. Die Entscheidung gehört bei unklaren Befunden in ärztliche Hände.

Für Schwangere gelten besondere Anforderungen. Die Behandlung darf nicht pauschal freigegeben werden. Lagerung, Druck, behandelte Körperregionen und Schwangerschaftsverlauf müssen berücksichtigt werden. Ohne vorherige Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt sollte keine Lomi-Lomi-Nui-Behandlung vereinbart werden.

Medikamente und Vorerkrankungen offen angeben

Kunden müssen nicht jede medizinische Einzelheit in einem langen Formular dokumentieren. Relevante Informationen dürfen aber nicht verschwiegen werden. Dazu zählen insbesondere gerinnungshemmende Medikamente, bekannte Gefäßerkrankungen, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Ausfälle und kürzlich erfolgte Operationen.

Der Therapeut stellt keine Diagnose. Er muss aber erkennen, wann eine Wellnessanwendung nicht in den eigenen Verantwortungsbereich fällt. Ein professionelles Nein ist in diesen Fällen kein Zeichen mangelnder Flexibilität. Es ist eine notwendige Abgrenzung zwischen Prävention und Behandlung.

Bei unklaren Symptomen entscheidet nicht die gewünschte Massage, sondern zunächst die medizinische Sicherheit.

Auswahl einer seriösen mobilen Wellnessmassage in München

Der Begriff Lomi Lomi Nui ist nicht automatisch ein Qualitätsnachweis. Die Bezeichnung kann von Anbietern mit sehr unterschiedlicher Ausbildung verwendet werden. Für den Kunden ist daher weniger die werbliche Beschreibung entscheidend als die konkrete Arbeitsweise.

Eine seriöse Praxis beantwortet vor dem Termin sachlich, welche Qualifikation vorliegt, wie die Behandlung abläuft und welche Grenzen gelten. Der Anbieter sollte insbesondere nicht mit Heilversprechen arbeiten. Aussagen zur Heilung von Erkrankungen, zur sicheren Behandlung jeder Schwangerschaft oder zur garantierten Beseitigung chronischer Schmerzen sind fachlich nicht vertretbar.

Bei der Auswahl sind mehrere Punkte relevant:

  • Qualifikation: Die Ausbildung sollte nachvollziehbar benannt werden. Eine kurze Wochenendqualifikation und eine umfassende körpertherapeutische Ausbildung sind nicht gleichzusetzen.
  • Anamnese: Vor der ersten Behandlung muss es Fragen zu Beschwerden, Risiken und Ziel der Anwendung geben.
  • Einwilligung: Körperbereiche, Druckintensität und Abdeckung werden vorher besprochen.
  • Hygiene: Frische Textilien und saubere Arbeitsmaterialien sind Standard. Ölbehälter und Liege müssen hygienisch gehandhabt werden.
  • Transparente Kosten: Behandlungsdauer, Preis, Anfahrt und Stornierungsbedingungen gehören vor der Buchung auf den Tisch.
  • Abgrenzung: Die Praxis muss erklären, ob sie Wellness, Prävention oder verordnete Physiotherapie anbietet.
  • Kommunikation: Der Kunde muss während der Behandlung jederzeit Rückmeldung geben können.

Eine besondere Vorsicht ist bei Angeboten mit ungewöhnlich langen Behandlungszeiten erforderlich. Zwei oder drei Stunden können bei zeremoniellen Formen vorkommen. Die zusätzliche Zeit darf aber nicht allein dazu dienen, einen höheren Preis zu rechtfertigen. Der Anbieter sollte beschreiben können, welche zusätzlichen Bestandteile enthalten sind.

Vierhändige Behandlung

Eine vierhändige Lomi-Lomi-Behandlung wird von zwei Therapeuten synchron durchgeführt. Dadurch entsteht ein dichterer und gleichmäßigerer Kontakt über mehrere Körperbereiche. Die Methode kann als besonders intensiv erlebt werden. Sie erfordert jedoch eine präzise Abstimmung der beiden ausführenden Personen.

Vor einer solchen Behandlung sollte geklärt werden:

  • Wer führt die Behandlung durch?
  • Sind beide Personen entsprechend ausgebildet?
  • Wie wird die Einwilligung zu den einzelnen Körperregionen organisiert?
  • Wie hoch ist der Gesamtpreis einschließlich Anfahrt?
  • Gibt es gesundheitliche Gründe, die gegen die höhere Reizdichte sprechen?

Die vierhändige Ausführung ist kein notwendiger Bestandteil jeder Lomi-Lomi-Nui-Behandlung. Sie ist eine mögliche Erweiterung. Für eine erste Anwendung ist eine einstündige oder 90-minütige Behandlung durch eine Person häufig leichter einzuschätzen.

Vorbereitung und Verhalten nach der Behandlung

Der Kunde sollte nicht unmittelbar nach einer großen Mahlzeit zur Massage erscheinen. Ein leichter zeitlicher Abstand ist sinnvoll. Alkohol vor der Behandlung ist nicht geeignet. Auch intensive sportliche Belastung direkt davor kann die Wahrnehmung der Druckintensität verändern.

Zur Vorbereitung gehören außerdem:

  • relevante Erkrankungen und Medikamente mitteilen;
  • Schmuck und störende Gegenstände ablegen;
  • bei empfindlicher Haut das verwendete Öl ansprechen;
  • den gewünschten Druck klar benennen;
  • Grenzen bei einzelnen Körperregionen festlegen;
  • ausreichend Zeit für An- und Nachkleiden einplanen.

Nach einer ölreichen Behandlung kann sich die Haut rutschig anfühlen. Das ist bei der Methode erwartbar. Der Kunde sollte deshalb beim Aufstehen langsam vorgehen und nicht direkt mit dem Auto losfahren, wenn Schwindel oder Kreislaufbeschwerden bestehen.

Muskelmüdigkeit oder ein vorübergehendes Spannungsgefühl können nach einer intensiveren Anwendung vorkommen. Starke, anhaltende oder neu auftretende Schmerzen sind dagegen kein normales Qualitätsmerkmal. In diesem Fall muss die Praxis kontaktiert werden. Bei erheblichen Beschwerden ist medizinischer Rat erforderlich.

Für die Stressbewältigung ist außerdem der Zeitraum nach der Massage relevant. Wer direkt im Anschluss in einen Termin, in den Straßenverkehr oder in eine körperlich belastende Tätigkeit wechseln muss, verkürzt die praktische Entspannungsphase. Eine mobile Wellnessmassage zu Hause kann hier organisatorische Vorteile haben. Der Weg zurück in den Alltag entfällt. Das setzt allerdings voraus, dass der Haushalt während der Behandlung tatsächlich ruhig und störungsfrei bleibt.

Prävention statt Ersatztherapie

Lomi Lomi Nui kann in ein Präventionskonzept eingebunden werden. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf, Pausen im Arbeitsalltag und ein bewusster Umgang mit Stress. Die Massage ist dabei eine einzelne Maßnahme. Sie ersetzt keine strukturelle Veränderung, wenn die Belastungsursache dauerhaft bestehen bleibt.

Ein sinnvoller Präventionsansatz kann aus mehreren Ebenen bestehen:

1. Körperliche Aktivität: Regelmäßige Bewegung unterstützt die allgemeine Belastbarkeit und verhindert, dass Entspannung ausschließlich passiv gesucht wird.

2. Arbeitsorganisation: Pausen, wechselnde Körperpositionen und eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung reduzieren wiederkehrende Belastungen.

3. Körperwahrnehmung: Entspannungsverfahren können helfen, erhöhte Muskelspannung früher wahrzunehmen.

4. Wellnessanwendung: Eine Massage kann als zeitlich begrenzte Unterstützung zur Entspannung eingesetzt werden.

5. Medizinische Abklärung: Anhaltende oder unklare Beschwerden werden nicht mit Wellnessmaßnahmen überdeckt.

Gerade bei Burnout-Prävention ist diese Trennung erforderlich. Eine Massage kann einen Entspannungsimpuls setzen. Sie kann aber keine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung ersetzen. Bei anhaltender Erschöpfung, Schlafstörungen, depressiver Stimmung oder deutlicher Einschränkung der Leistungsfähigkeit muss eine geeignete medizinische oder psychotherapeutische Anlaufstelle einbezogen werden.

Konkretes Vorgehen vor der Terminbuchung

Für den Praxisalltag und für Kunden zu Hause lässt sich die Entscheidung in wenigen Schritten strukturieren:

1. Ziel festlegen: Geht es um Entspannung und allgemeines Wohlbefinden oder um die Behandlung eines konkreten Symptoms?

2. Risiken klären: Bestehen Fieber, Entzündung, Thrombose, infektiöse Hautprobleme, Schwangerschaft oder eine frische Verletzung?

3. Anbieter prüfen: Sind Qualifikation, Ablauf, Dauer und Kosten transparent dargestellt?

4. Hausbesuch vorbereiten: Liegefläche, Raumtemperatur, Privatsphäre und sichere Bewegungsflächen sicherstellen.

5. Grenzen vereinbaren: Druck, Körperbereiche, Abdeckung und jederzeit mögliche Unterbrechungen vor Beginn besprechen.

6. Nachsorge einplanen: Nach der Behandlung keinen unmittelbar anschließenden Belastungstermin eintragen.

Die zentrale Entscheidung ist die Abgrenzung des Behandlungsziels. Für Tiefenentspannung, Stressabbau und allgemeines Wohlbefinden kann Lomi Lomi Nui eine passende Wellnessmassage sein. Bei Krankheit, Verletzung oder unklaren Schmerzen führt der Weg dagegen zunächst zur medizinischen Abklärung.

Für den Praxisalltag lautet das konkrete To-do: Vor jeder mobilen Lomi-Lomi-Nui-Behandlung drei Punkte dokumentieren oder zumindest verbindlich klären — Ziel der Anwendung, relevante Kontraindikationen und die organisatorischen Bedingungen des Hausbesuchs. Damit bleiben Wellness, Prävention und Heilmitteltherapie sauber getrennt.

Häufige Fragen

Wie wirkt Lomi Lomi Nui bei Stress?
Die gleichmäßigen, großflächigen Bewegungen, Wärme, Öl und eine ruhige Umgebung können die Körperwahrnehmung verbessern und den Übergang in eine Ruhephase unterstützen. Die Wirkung ist individuell und gleicht anhaltenden Schlafmangel oder dauerhaften Arbeitsdruck nicht aus.
Wie lange dauert eine Lomi-Lomi-Nui-Behandlung?
Eine Behandlung in der Standardform dauert meist 60 bis 90 Minuten. Erweiterte oder zeremonielle Formen können bis zu 120 Minuten oder in einzelnen Konzepten bis zu drei Stunden dauern.
Ist Lomi Lomi Nui eine medizinische Behandlung?
Nein. Lomi Lomi Nui ist eine Wellness- und Präventionsanwendung und ersetzt weder ärztliche Diagnostik noch verordnete Physiotherapie.
Wann sollte man auf Lomi Lomi Nui verzichten?
Bei Fieber, akuten Infekten, Thrombosen, infektiösen Hautproblemen, offenen Wunden, frischen Operationen, unklaren starken Schmerzen oder deutlichen Kreislaufproblemen sollte die Behandlung nicht stattfinden. Während einer Schwangerschaft ist vorher eine medizinische Rücksprache erforderlich.
Was sollte man bei einer mobilen Lomi-Lomi-Massage zu Hause beachten?
Vor der Buchung sollten unter anderem Massageliege, benötigter Platz, Textilien, Öl, Anfahrt, Stornierungsfrist und die Durchführbarkeit bei eingeschränkter Mobilität geklärt werden. Der Raum sollte warm, ruhig und frei von Stolperstellen sein.